Sanierung ist im Prozess, Geld ist sicher, noch einige Abhängigkeiten und ein genauer Zeitpunkt bleibt noch immer aus!

Nach vielen Wochen Schweigen, schrieb der Arbeitskreis Wilhelmsruher See Fr. Linkert (Bezirksamt Pankow von Berlin, Abt. Umwelt und öffentliche Ordnung, Umwelt- und Naturschutzamt) eine Email. Frau Linkert fungiert seit einiger Zeit u.a. als Ansprechpartnerin wenn es um die Sanierungsmaßnahmen zum Wilhelmsruher See geht.

Auf unsere Anfrage, wie es aktuell um das Sanierungs- Vorankommen stehe, hat Frau Linkert uns folgende Antwort (am 04.09.2020) zukommen lassen, die Sie hier nachlesen können:

So lautet es sinngemäß: Sanierung ist im Prozess, Geld ist sicher, noch einige Abhängigkeiten und ein genauer Zeitpunkt bleibt noch immer aus!

Liebe Bürger*innen von Wilhelmsruh: Wie wollen oder würden Sie darauf reagieren?

Ihr Arbeitskreis Wilhelmsruher See

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Der schlechte Zustand des Wilhelmsruher Sees ist dem Umwelt- und Naturschutzamt bekannt. Vor allem der niedrige Wasserstand und hohe Nährstoffkonzentrationen wirken sich negativ auf den See aus.

Der nächste Schritt ist die Vergabe von Planungsleistungen, die sich in der Vorbereitung befindet.

Es hat sich zudem ein potenzieller Käufer für das Grundstück mit dem darauf befindlichen Altlastenschaden gefunden, der durch die Untersuchungen am Wilhelmsruher See entdeckt wurde. Mit dem Kauf und der Bebauung des Grundstücks geht eine Verpflichtung zur Sanierung des Schadensherdes und des Grundwassers einher, um den weiteren Zustrom von belastetem Grundwasser zum See zu unterbinden. Mit der Sanierung des Grundstücks kann dann auch die Sanierung des Sees und der umgebenden Parkfläche umgesetzt werden.

Die Ursache für den niedrigen Wasserstand liegt in den klimatischen Verhältnissen, d.h. der starken Verdunstung bei einem gleichzeitig defizitären Niederschlagsdargebot. Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt am See vor der Grundstücksanierung werden als wenig nachhaltig und effizient betrachtet. So birgt beispielsweise ein Brunnenbau zur Speisung des Sees mit Grundwasser zur Anhebung des Wasserspiegels die Gefahr, Schadstoffe in den See einzuleiten und ihm damit noch weiter zu schaden. Das Auffüllen von energetisch aufwendig hergestelltem Trinkwasser ist auch keine ökologisch nachhaltige Lösung, zumal der See im Rahmen einer Entschlammung vielleicht wieder trockengelegt wird.

Weitere Maßnahmen wie Pflanzungen oder eine mögliche Behandlung des Wasserkörpers zum jetzigen Zeitpunkt könnten durch die eigentliche „große“ Restaurierung des Sees wieder zunichtegemacht werden.

Die letzte „Laubsammelaktion“ am See zum Austrag von Nährstoffen durch abgestorbenes Material hat gezeigt, dass die Unterstützung nur sehr spärlich ausfiel, zudem wird eine großflächige Räumung der Gewässersohle ebenfalls im Rahmen der Restaurierung angestrebt.

Es tut mir leid, Ihnen keine besseren Nachrichten überbringen zu können. Leider müssen Sie und der Arbeitskreis sich weiterhin gedulden, ehe Sie erlebbare Ergebnisse am See wahrnehmen können.

Die finanziellen Mittel für die Renaturierung bleiben weiterhin gesichert, sodass Sie sich keine Sorgen machen müssen, dass die Renaturierung an diesem Punkt scheitern wird.

Mit freundlichen Grüßen

i.A.

Anne Linkert

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PH-Wert des Wassers soll sinken mit Bepflanzung durch Schilfinseln

Liebe Seeretter
Am Montag (2.9.19) wurden 7 Elemente der schwimmenden Röhrichtinseln in den Wilhelmsruher See eingebracht. Hierzu haben wir einige Informationen vom Bezirksamt erhalten können.
Die Gesamtfläche beläuft sich auf rund 20 m². Die Bepflanzung erfolgte mit unterschiedlichen Arten wie z.B. Sumpfsegge, Rohrkolben, Kalmus oder Teichbinse, die am ehesten geeignet sind für die sehr hohen pH-Werte des Seewassers. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, wie sich die Vegetation tatsächlich auf den Matten entwickelt. Eine Frist für die Aktion gibt es derzeit nicht. Es handelt sich dennoch hierbei um einen Test der Matten bzw. Vegetation.
Hinsichtlich des Schlittschuhlaufens im Winter auf dem See wird das Bezirksamt nicht die Eisflächen zum allgemeinen Betreten freigegeben. Zum Schutz der Röhrichtinseln wird es ein Warnschild geben.
Ihr Arbeitskreis Wilhelmsruher See

Wie geht es nach der Bewässerungsaktion nun weiter?

Der Arbeitskreis Wilhelmsruher See hat nochmals Kontakt zu Fr. Linkert (Bezirksamt Pankow von Berlin, Abt. Umwelt und öffentliche Ordnung Umwelt- und Naturschutzamt)  aufgenommen.

Die Fragen und Antworten haben wir hier nach der Bewässerungsaktion (s. vorheriger Artikel) im Juni 2019 zusammengefasst:

Um wie viel wurde des Wasserspiegel in diesem ersten Schritt angehoben? 

Am 27. und 28.6.2019 wurden insgesamt 800 m³ Wasser in den Wilhelmsruher See eingeleitet. Dadurch wurde der Wasserspiegel um ca. 7 cm angehoben wurde. 

Wie werden diese Kosten getragen? 

Die Kosten wurden über die SIWANA-Mittel getragen. 

Wann soll die 2. Bewässerungsaktion erfolgen? Wie häufig soll dies zukünftig geschehen? 

Wann die nächste Einleitung und wie oft diese stattfinden wird, ist abhängig vom Wetter, insbesondere von den Niederschlagsverhältnissen /-mengen. 

Mit welchen Maßnahmen können die Wilhelmsruher in diesem Jahr noch rechnen? Womit geht es weiter? 

Die nächste Maßnahme ist die Lieferung von schwimmenden Röhrichtinseln. Diese ist für September geplant. 

Es wird demnächst noch mal einen Termin zwischen dem Straßen- und Grünflächenamt und dem Umwelt- und Naturschutzamt geben, um weitere Maßnahmen zu besprechen 

Zusammenfassung aus Mailwechsel mit dem NGA, Frau Linkert, August 2019 

Noch immer ist eine Sanierung nicht bestätigt- Vieles steht noch in der pulp line und muss geklärt werden

Am 03.04.2018 hat der Verein mit Frau Dr. Moorfeld (Umweltamt) telefoniert, um sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen. Hierzu sehen Sie zusammengefasst folgende Übersicht.

  1. Der Bericht des Büros Wassmann (die beauftragte Firma für Wasserproben und Ulttrabeschallungstechnik) liegt noch nicht vor, wurde aber bereits angemahnt.
  2. Die Kostenschätzung inklusive Grobberäumung und Wasserstandsmanagement des Sees vom Büro Wassmann liegt vor und beläuft sich auf 850.000,- €.
  3. Ein Pumpversuch zur Klärung der Phosphatfällung wurde noch nicht durchgeführt.
  4. Die Berliner Wasserbetriebe haben der Schaffung einer Ableitungsmöglichkeit bei Wasserhochstand in den Tempelgraben zugestimmt.
  5. Die Übernahme der Beauftragung und der Kosten für das Gutachten der Mauer (Betonkante) ist noch nicht abschließend geklärt.
  6. Der Jour Fixe mit dem Straßen- und Grünflächenamt im März hat nicht stattgefunden.
    Neuer Termin für das Zusammentreffen des Umwelt-, Straßen- und Grünflächenamtes und dem Büro Wassmann ist der 26.04.2018. Dort werden die Unterlagen fertig bzw. zusammengestellt, die für die Mittelbereitstellung 2020/2021 vorliegen müssen. Es ist jedoch aufgrund der Höhe der Kosten (siehe 2.) davon auszugehen, dass eine Finanzierung über den Haushalt 2020/2021 nicht möglich sein wird. Frau Dr. Moorfeld wird daher innerhalb der nächsten zwei Monate bei der Senatsverwaltung einen Nachtrag zu den Mitteln aus dem SIWA-Fonds und aus den Ausgleich- und Ersatzmitteln stellen, um die Finanzierung durch die Senatsverwaltung zu gewährleisten.

Frau Dr. Moorfeld bietet an, einen Informationstermin für Juni 2018 mit uns zu planen.

Wir halten Sie auf dem Laufenden, Ihr Arbeitskreis Wilhelmsruher See

Schreiben an den Stadtrat – Stand Ende Sommer 2015

Sehr geehrter Herr Stadtrat Dr. Kühne,

der desolate Zustand des Wilhelmsruher Sees ist Ihnen bekannt. Zu den Möglichkeiten einer nachhaltigen Sanierung stehen wir mit Ihnen bereits in Kontakt.

Weiterlesen: Schreiben an Dr. Kühne_2015_09_14_Terminanfrage

Antwort: Umweltamt_Dr. Moorfeld_2015_09_25

Am 18.11. erreichte uns via Email ein Terminvorschlag für den 15.12.2015 in den Räumen des Bezirksamtes Pankow von Berlin.

Schreiben an Kondor Wessels Berlin GmbH

Sehr geehrte Frau Sebralla, sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst möchten wir uns ausdrücklich bei Ihnen für das angenehme und konstruktive Gespräch am 25.11.2014 mit den Vertretern des Arbeitskreises Wilhelmsruher See, Initiativgruppe des Vereins Leben in Wilhelmsruh e. V. bedanken. Im Nachfolgenden erlauben wir uns, kurz den Inhalt unseres Gespräches zusammenzufassen:

Weiterlesen: Kondor_Wessels

Schreiben an den Stadtrat- Bildung des Arbeitskreises Wilhelmsruher See

Sehr geehrter Herr Stadtrat Dr. Kühne,

gemäß der Beschlussfassung der Bezirksverordnetenversammlung vom 17.09.2014 wurde das Bezirksamt ersucht,zeitnah ein Sanierungskonzept für den Wilhelmsruher See zu erarbeiten und dabei neben den notwendigen ökologischen Aspekten insbesondere auch die der Wilhelmsruher Bürgerinnen und Bürger zu beachten und diese an der schrittweisen Sanierung zu beteiligen.

Weiterlesen: Stadtrat

Schreiben an die Bezirksverordnetenversammlung (BVV)- Bildung des Arbeitskreises Wilhelmsruher See

Sanierungskonzept Wilhelmsruher See in 13156 Berlin
unter dem Dach des Vereins Leben in Wilhelmsruh e.V.

Sehr geehrte Frau Röhrbein,
gemäß der Beschlussverfassung der Bezirksverordnetenversammlung vom 17.09.2014 wurde das Bezirksamt ersucht, zeitnah ein Sanierungskonzept für den Wilhelmsruher See zu erarbeiten und dabei neben den notwendigen ökologischen Aspekten insbesondere auch die Anforderungen der Wilhelmsruher Bürgerinnen und Bürger zu beachten und diese an der schrittweisen Sanierung zu beteiligen.

Weiterlesen: BVV_Bezirksverordnetenvorsteherin

Antwort: Brief von BVV 08_01_2015

Anlage zur Antwort – 1. Zwischenbericht: Antwort_Kühne_09_12_2014