PH-Wert des Wassers soll sinken mit Bepflanzung durch Schilfinseln

Liebe Seeretter
Am Montag (2.9.19) wurden 7 Elemente der schwimmenden Röhrichtinseln in den Wilhelmsruher See eingebracht. Hierzu haben wir einige Informationen vom Bezirksamt erhalten können.
Die Gesamtfläche beläuft sich auf rund 20 m². Die Bepflanzung erfolgte mit unterschiedlichen Arten wie z.B. Sumpfsegge, Rohrkolben, Kalmus oder Teichbinse, die am ehesten geeignet sind für die sehr hohen pH-Werte des Seewassers. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, wie sich die Vegetation tatsächlich auf den Matten entwickelt. Eine Frist für die Aktion gibt es derzeit nicht. Es handelt sich dennoch hierbei um einen Test der Matten bzw. Vegetation.
Hinsichtlich des Schlittschuhlaufens im Winter auf dem See wird das Bezirksamt nicht die Eisflächen zum allgemeinen Betreten freigegeben. Zum Schutz der Röhrichtinseln wird es ein Warnschild geben.
Ihr Arbeitskreis Wilhelmsruher See

Neue Schilfinseln für den Wilhelmsruher See

Liebe Seeretter und Freunde des Wilhelmsruher Sees,

es geht weiter! Am 02.09.2019 wurde die erste Insel aus Schilf und Wasserpflanzen durch die Park- Ranger und das Umweltamt Pankow in unseren See eingebracht. Diese Aktion unterstützt die biologische Selbstreinigung des Wassers.

Jetzt wird die Insel in die Mitte des Sees gerudert und mit Steinen verankert. Im Gespräch mit den Park- Rangern und den Einwohnern wurden die Herausforderungen im Winter angedeutet, wenn auf dem See Schlittschuh gelaufen wird, und damit die Überlegung, ob und wie das Schilf dann zu sichern wäre. Zwischen Fr. Anne Linkert (Umweltamt Pankow) und dem Arbeitskreis wird es dazu, und zu anderen Fragen wie zum Beispiel, wie lange diese Aktion laufen wird, welche Sorten getestet werden und wann mit ersten Ergebnissen zu rechnen sein wird, einen Austausch in den kommenden Tagen geben.

Ihr Arbeitskreis Wilhelmsruher See

Wie geht es nach der Bewässerungsaktion nun weiter?

Der Arbeitskreis Wilhelmsruher See hat nochmals Kontakt zu Fr. Linkert (Bezirksamt Pankow von Berlin, Abt. Umwelt und öffentliche Ordnung Umwelt- und Naturschutzamt)  aufgenommen.

Die Fragen und Antworten haben wir hier nach der Bewässerungsaktion (s. vorheriger Artikel) im Juni 2019 zusammengefasst:

Um wie viel wurde des Wasserspiegel in diesem ersten Schritt angehoben? 

Am 27. und 28.6.2019 wurden insgesamt 800 m³ Wasser in den Wilhelmsruher See eingeleitet. Dadurch wurde der Wasserspiegel um ca. 7 cm angehoben wurde. 

Wie werden diese Kosten getragen? 

Die Kosten wurden über die SIWANA-Mittel getragen. 

Wann soll die 2. Bewässerungsaktion erfolgen? Wie häufig soll dies zukünftig geschehen? 

Wann die nächste Einleitung und wie oft diese stattfinden wird, ist abhängig vom Wetter, insbesondere von den Niederschlagsverhältnissen /-mengen. 

Mit welchen Maßnahmen können die Wilhelmsruher in diesem Jahr noch rechnen? Womit geht es weiter? 

Die nächste Maßnahme ist die Lieferung von schwimmenden Röhrichtinseln. Diese ist für September geplant. 

Es wird demnächst noch mal einen Termin zwischen dem Straßen- und Grünflächenamt und dem Umwelt- und Naturschutzamt geben, um weitere Maßnahmen zu besprechen 

Zusammenfassung aus Mailwechsel mit dem NGA, Frau Linkert, August 2019 

Update zur Seesanierung- Gedächtnisprotokoll vom Meeting Arbeitskreis See und Bezirksamt

Gedächtnisprotokoll vom 12.06.2019

Das Zusammentreffen Arbeitskreis Wilhelmsruher See und Bezirksamt Pankow zum Austausch der weiteren Schritte zur Seesanierung 

Es trafen sich im Bezirksamt in der Fröbelstraße: der Bezirksstadtrat Daniel Krüger, die Verantwortliche für die Standgewässer von Pankow Frau Anne Linkert, die Verantwortliche für Verwaltungsaufgaben im Umweltamt Frau Gaabs, und fünf Vertreter des Arbeitskreises Wilhelmsruher See.

Die Mitarbeiter des Straßen- und Grünflächenamtes hatten leider den jährlichen Wandertag und konnten daher nicht teilnehmen.

Frau Linkert übergab uns die „Zusammenfassung zum Abschlussbericht zu den Untersuchungen am Wilhemsruher See – Rahmenbedingungen der Sanierung des Gewässers“ und die „Restaurierungsideen für den Wilhlemsruher See“ und stellte diese vor:

Anfang 2018 wurde die Ultraschallsonde durch einen Blitz o.ä. zerstört und ist jetzt deinstalliert. Es ist kein positives Ergebnis durch die Ultraschallbehandlung erzielt worden, gleiches gilt übrigens auch für andere Seen.

Es wird kein dauerhaftes Monitoring mehr durchgeführt, das Bezirksamt besitzt jetzt eine eigene Sonde und kann daher kurzfristig selbst Leitwert-, Sauerstoff- und ph-Wert des Wassers prüfen.

Der erste Grundwasserleiter ist zur Befüllung des Sees nicht geeignet, da das Wasser zu viele Nähstoffe enthält. Der zweite Grundwasserleiter ist nicht abschließend untersucht worden, wird aber wahrscheinlich auch zu viele Nährstoffe enthalten, daher wird es keinen Brunnen geben.

Regenwasserkanaleinleitung und -ableitung durch die Wasserbetriebe ist noch nicht abschließend geklärt. Auch eine Ableitung bei Wasserhochtand in den Tempelgraben muss noch geprüft werden.

In dem See befindet sich unter der ca. 40 cm dicken Schlammschicht eine Tonschicht, die nicht zerstört werden darf, da sie verhindert, dass das Wasser aus dem See ausläuft. Es sollen daher ca. 10 cm Schlammschicht im See verbleiben. Daher müsste laut Abschlussbericht eine Nassstatt einer Trockenentschlammung durchführt werden.

Das Umwelt- und Naturschutzamt ist der Meinung, dass es nahezu undurchführbar ist beim Absaugen eine gleichbleibend dicke Schlammschicht zurückzulassen und hat sich aufgrund dessen und da es noch unklar ist wie bzw. mit welchen Kosten die ca. 2.300 cbm abgetragener Schlamm entsorgt werden können und da die Sedimentzunahme „nur“ ca. 0,5 bis 1 cm pro Jahr beträgt, gegen die Entschlammung entschieden.

Eine Maßnahme zur Verbesserung der Wasserqualität soll die Verdünnung des Seewassers durch das Auffüllen des Sees mit Wasser aus dem Hydranten sein.

Mitarbeiterin des Umwelt- und Naturschutzamtes beim Einlassen von Hydrantenwasser und bei der Untersuchung des Leitwert-, Sauerstoff-, und des ph-Wertes des Wassers.

Frau Linkert wird in der kommenden Woche die Absprachen mit der Feuerwehr für den ersten Testlauf treffen. Laut den Restaurierungsideen ist der Plan des Umwelt- und Naturschutzamtes: ca. 10-20 qm schwimmende Teichinseln mit typischen – mindestens einjährigen –Röhrichtarten auf dem See auszubringen.Dabei wird gleichzeitig getestet welche Pflanzenarten für zukünftigen Schilfgürtel am besten geeignet sind.

Das soll ebenfalls zur Verbesserung der Wasserqualität beitragen, da die Pflanzen über ihre Wurzeln das nährstoffreiche Wasser des Sees aufnehmen und sie anschließend oberirdisch abgeerntet und somit die Nährstoffe aus dem See befördert werden können.

Das Gutachten zur Betonmauer hat ergeben, dass diese 1 bis 1,5 m tief in den Boden geht und durchlässig ist, daher soll zwar überall der Kopf abgetragen, sie aber nicht komplett entfernt,sondern nur bis kurz unter Boden/Wasserhöhe abgetragen werden.

Laut Restaurierungsideen ist der Plan des Straßen- und Grünflächenamtes (SGA): am Nordufer den Rundweg zu verlegen (Seite 7), die Betonmauer am Eingang Tollerstraße zu belassen und Sitzstufen zu schaffen (Seite 8), eine Spielplatzsanierung durchzuführen (Seite 9), die südöstlich gelegene runde Sitzfläche zu reparieren (Seite 10) und das Geländer am Eingang Heegermühler Weg zu erneuern (Seite 11); an diesen drei Stellen bleibt die Betonmauer auch erhalten.

Die SIWANA-Mittel werden und müssen nicht in diesem Jahr ausgegeben werden.

Die Ausschreibungen – für die das SGA betreffenden Maßnahmen – werden erst in 2020 erfolgen. Außerdem erhofft sich das Umwelt- und Naturschutzamt, dass das Niederschlagskonzept vom Wilhelmsruher Tor vielleicht die Einleitung von Dachflächenwasser (sauberes Regenwasser) in den Wilhelmsruher See vorsehen wird. Das bleibt aber abhängig von der Klärung der Ableitung bei Wasserhochstand mit den Wasserbetrieben.

Wir fragten nach einer Grobreinigung und erfuhren, dass vor ein paar Wochen Unrat aus den ufernahen Bereichen entfernt worden war und dass eine generelle Grobreinigung nicht geplant ist.

Wir bemerkten, dass ein Ziel der Entschlammung war, mehr Wasservolumen zu erzielen, damit der Wilhelmsruher See überhaupt eine Chance hat zu „funktionieren“. Die Antwort darauf war, dass dafür der See mit Hydrantenwasser befüllt wird. Wir fragten nach der Nachhaltigkeit dieser Maßnahme, da die Verdunstung laut Abschlussbericht immer größer als der Regeneintrag ist. Könnte die dauerhafte Lösung eine Grundwassereinbringung über Schilf als Filter o.ä. sein?

Das Bezirksamt verneinte die. Die Kosten für einen Brunnenbau und/oder die Unterhaltung und Pflege einer Filteranlage entsprechen laut Frau Linkert und Frau Gaabs den Kosten das Wasser vom Hydranten und Regenwasser vom Wilhelmsruhr Tor einzubringen und den See damit auf vollem Niveau zu halten. Für diese Hydrantenwasserkosten soll ein Konto eingerichtet bzw. ein Kontingent bereit gestellt werden.

Und die Zukunft? Könnten für das frische Seewasser Gelder eingeworben werden?

Könnte die Beobachtung der Teichinseln die Weiterführung des Projekts der Schule Eins werden?

Könnte die zweite Befüllung des Sees (Mitte August?) durch die Feuerwehr bei einem „Wasserfest“ am See stattfinden?

Ihr Arbeitskreis Wilhelmsruher See Leben in Wilhelmsruh e.V.

Endlich fiel die Entscheidung: Der Wilhelmsruher See wird saniert!

Liebe Bürger*innen

Durchhaltevermögen und Engagement tragen jetzt Früchte. Die Sanierung des Wilhelmsruher Sees ist offiziell entschieden.

Dazu erklärt der Pankower Abgeordnete Torsten Hofer (SPD) in der vergangenen Woche, am 28.03.2019:

„Es gibt seit Kurzem ein überzeugendes Konzept des Bezirks, wie der See komplett wiederhergestellt werden kann. Das benötigte Geld haben wir im Rahmen des Infrastruktur- und Wachstumsfonds „SIWANA“ (5. Tranche) bereitgestellt und beschlossen. Damit können wir das Konzept jetzt endlich umsetzen.“

Weitere Informationen über diese freudige Nachricht können Sie hier nachlesen:

https://www.torsten-hofer.de/meldungen/der-wilhelmsruher-see-wird-saniert/

Wir erwarten weitere Einzelheiten zum Sanierungskonzept in den kommenden Tagen.

Ihr Arbeitskreis

Einweihung eines farbenfrohen Info-Schildes am Wilhelmsruher See

Schüler entwickelten Hinweistafeln für alle, die immer noch denken, Weißbrot sei gut für Enten

Originell gestaltete Schilder gegen das Füttern von Enten wurden jetzt am Wilhelmsruher See präsentiert. Die Einweihung fand mit Daniel Krüger (für AfD), Bezirksstadtrat für Umwelt und öffentliche Ordnung, Dr. Maria Moorfeld, Leiterin des Umwelt- und Naturschutzamtes, Carmen Urrutia, Geschäftsführerin Pankower Früchtchen, Heike El Sayed (HortEins Wilhelmsruh/SchuleEins), Vertretern des Arbeitskreises Wilhelmsruher See und beteiligten Schülern des Projektes „Lupenrein & Wasserfest“ statt.

In Kooperation mit dem HortEins Wilhelmsruh und SchuleEins der Pankower Früchtchen wurde ein Schild entwickelt, das über die negativen Folgen des Fütterns von Wasservögeln aufklärt. Diese Schilder werden nun an sieben verschiedenen Standgewässern des Bezirkes aufgestellt, unter anderem drei Stück jetzt am Wilhelmsruher See.

Viele Gewässer leiden unter dem Problem hoher Nährstoffgehalte, welches durch das Füttern von Wasservögeln verstärkt wird. Futterreste und Entenkot reichern das Wasser mit zusätzlichen Nährstoffen an. Durch deren Abbau kann es folglich zu Sauerstoffmangel im Gewässer kommen. Eine weitere Folge von zu vielen Nährstoffen kann auch die sogenannte „Algenblüte“ sein, eine Massenvermehrung von Algen und zum Teil giftigen (Cyano-)Bakterien, die aufgrund von Optik und Geruch immer wieder zu Beschwerden führen.

„Brot ist kein geeignetes Futter, weil es zu viel Salz enthält und im Magen der Vögel aufquillt. Da die Tiere genügend natürliche Nahrung im See finden, tun Kinder und Erwachsene weder den Tieren noch dem Gewässer etwas Gutes“, erklärt Daniel Krüger. Darauf sollen die neuen, bunten Schilder am See nun aufmerksam machen, um die Besucher für den Tier- und Gewässerschutz zu sensibilisieren.

Im Herbst 2014 hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) einen Beschluss zur Rettung des Wilhelmsruher Sees gefasst, in dem auch die Bürgerbeteiligung eine entscheidende Rolle spielen soll. Eine Steilvorlage für den Verein „Leben in Wilhelmsruh“: Er rief im November 2014 den Arbeitskreis ins Leben, um die verschiedenen Interessen der Bürger zu bündeln und an BVV und Bezirksamt heranzutragen.

Quelle: Berliner Abendblatt Datum 28. Februar 2019 Text: Manfred Wolf Bilder: Thomas Schitzelt/Bezirksamt 

Was ist eigentlich aus den angedachten SIWA-Mitteln zum Einsatz der Seesanierung geworden? Wir haben nachgefragt.

Frau Dr. Moorfeld (Leiterin Umwelt- und Naturschutzamt) hat auf einer neuen Berechnungsbasis zur Sanierung des Wilhelmsruher Sees im Sommer 2018 einen Antrag auf Erweiterung der SIWA-Mittel (Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt) um 1,14 Mio € gestellt.Wir haben jetzt nachgehakt, denn seither war es sehr still geworden.

Diese Antwort vom Beszirkstadtrat Hr. Daniel Krüger erreichte den Arbeitskreis via Mail am 14. November.

„Wir haben Sie selbstverständlich nicht vergessen. Leider wurde uns vom Lenkungsgremium in der letzten Woche mitgeteilt, dass eine Entscheidung hinsichtlich der weiteren Finanzierung des Gesamtprojektes auf das Frühjahr 2019 verschoben worden ist. Wir werden dann auch in dieser Angelegenheit dort vorstellig. Wie Sie sich vorstellen können, hat uns diese Mitteilung nicht erfreut. Diese Entscheidungsverschiebung muss nicht unbedingt eine Verzögerung des Projektes bedeuten, da wir ja auch von den Arbeitskapazitäten des Straßen- und Grünflächenamtes abhängig sind, eine Beschleunigung bedeutet es definitiv nicht. Weiterhin erhoffe ich mir den Sieg der Vernunft, denn es würde keinen Sinn ergeben,das Projekt jetzt abzubrechen, aber vor Freigabe der finanziellen Mittel sind wir nicht in der Lage, weitere Maßnahmen in Angriff zu nehmen. Sollte sich in dieser Angelegenheit eine neue Sachlage ergeben, werden wir Sie selbstverständlich unterrichten. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.“

Freundliche Grüße Dipl.-Ing. Daniel Krüger Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Umwelt und öffentliche Ordnung

Sehr enttäuschend. Wieder müssen sich die Wilhelmsruher Bürger geduldig zeigen.

Oder müssen wir das eigentlich wirklich? Welche Ideen und Gedanken kommen Ihnen?

Melden sich gerne beim Arbeitskreis Wilhelmsruher See. Wir treffen uns regelmäßig, um dieses wichtige Ökosystem zu retten!

Der Wilhelmsruher See in der Presse

Im Rahmen des Schülerprojektes „lupenrein&wasserfest“ der Pankower Früchtchen gGmbH trafen sich anlässlich des Besuches einer chinesischen Delegation, einVertreter des Arbeitskreises sowie Bezirksstadtrat Daniel Krüger am Ufer des See. Dieser Artikel ist in der Berliner Woche am 12.09. daraufhin erschienen. Darin erfahren Sie zusammengefasst den Stand der Dinge zur Seesanierung und was an diesem Tag am See geschehen ist.

Wir gehen in die Öffentlichkeit, damit unser Anliegen als dringlich empfunden wird!

 

Es geht voran, unser Arbeitskreis holte sich neue Infos zur Sanierung des Wilhelmsruher Sees bei einem Treffen im Bezirksamt

… Die Kostenschätzung des Büros Wassmann zur Sanierung des Wilhelmsruher Sees inklusive der Grünanlage und Spielplätze beläuft sich auf 1,36 Mio €. Frau Dr. Moorfeld hat auf dieser Basis einen Antrag… Weiterlesen

Startschuss für die Wanderausstellung „lupenrein und wasserfest“ rund um den Wilhelmsruher See von Schülern der Klassen 1-11

Schon bei Schülern Begeisterung für Naturwissenschaften und allgemein die Rätsel unseres Lebens zu wecken, ist Ziel einer Stiftung. Mit dem Projekt zum Wilhelmsruher See „lupenrein und wasserfest“ haben sich SchuleEins Pankow & HortEins Wilhelmsruh bei einem Schulförderprogramm beworben. Und hatten großes Glück!

Wie kann ein See gerettet werden? Wer lebt am und im Wilhelmsruher See? Warum kann das Füttern von Enten einen See zum „Kippen“ bringen?

Im letzten Artikel haben Sie darüber lesen können, dass Schüler_innen der Klassenstufe 1-4 im Nachmittagsangebot des HortEins Wilhelmsruh sich mit diesen Fragen auseinandersetzen. In Zusammenarbeit mit der SchuleEins Pankow entstand das Projekt „lupenrein und wasserfest“.  So dehnen sich die Fragen aus:

Wie hängen Wasserqualität und der Zustand von Ökosystemen zusammen? Was braucht das Wattenmeer, um nicht krank zu werden?

Schüler_innen der Klassen 7-11 forschen dazu an dem für mehrere Jahre geplanten Sanierungsvorhaben Wilhelmsruher See sowie im Rahmen einer 8-tägigen Forschungsfahrt mit einem Segelschiff ins Wattenmeer/Nordsee.

Wassertropfen vom Wilhelmsruher See unter dem Mikroskop

Seit gestern steht es nun fest: Das eingereichte Projekt hat die Stiftung überzeugt. Die beantragte Fördersumme ist in vollem Umfang bestätigt worden. Eine tolle Anerkennung für das Projekt und der Startschuss für die geplante Wanderausstellung.

Aus Zeichnungen der Schüler_innen entsteht ein Informationsschild, welches am See aufgestellt wird und für Kinder verständlich darüber aufklärt, warum das Füttern von Enten dem See schadet. Es werden Informationsflyer ausgelegt, zum Zustand des Sees – ein Aufruf der Kinder zum Natur- und Artenschutz in ihrem Kiez.

Für die Wanderausstellung entsteht zudem ein Pop-Up-Buch. Das Buch wird verschiedene See-Themen aufzeigen und u.a. einen intakten (Traum-)See aus Sicht der Kinder bildlich und dreidimensional darstellen. Sie füllt sich weiter mit Fotodokumentation, Forschungstagebüchern, Ansichten von Wasserproben und Messergebnissen der Forschungsfahrt, Zeichnungen und Collagen und wird Ergebnisse und Erfahrungen der Schüler_innen an vier Orten in Berlin präsentieren. Ziel ist es, den Diskurs zu Natur- und Umweltschutz am Beispiel Wilhelmsruher See bis hin zum Wattenmeer in- und außerhalb der Schule anzuregen und erlebbar zu machen.

Die Wanderausstellung „lupenrein und wasserfest“ feiert Premiere am Samstag, den 30.Juni 2018 zum Sommerfest der SchuleEins in Pankow. Am 01.September 2018, zur 125 Jahresfeier Wilhelmsruh, wird die Ausstellung auf dem Straßenfest in der Hauptstraße fortgesetzt.