Sanierung ist im Prozess, Geld ist sicher, noch einige Abhängigkeiten und ein genauer Zeitpunkt bleibt noch immer aus!

Nach vielen Wochen Schweigen, schrieb der Arbeitskreis Wilhelmsruher See Fr. Linkert (Bezirksamt Pankow von Berlin, Abt. Umwelt und öffentliche Ordnung, Umwelt- und Naturschutzamt) eine Email. Frau Linkert fungiert seit einiger Zeit u.a. als Ansprechpartnerin wenn es um die Sanierungsmaßnahmen zum Wilhelmsruher See geht.

Auf unsere Anfrage, wie es aktuell um das Sanierungs- Vorankommen stehe, hat Frau Linkert uns folgende Antwort (am 04.09.2020) zukommen lassen, die Sie hier nachlesen können:

So lautet es sinngemäß: Sanierung ist im Prozess, Geld ist sicher, noch einige Abhängigkeiten und ein genauer Zeitpunkt bleibt noch immer aus!

Liebe Bürger*innen von Wilhelmsruh: Wie wollen oder würden Sie darauf reagieren?

Ihr Arbeitskreis Wilhelmsruher See

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Der schlechte Zustand des Wilhelmsruher Sees ist dem Umwelt- und Naturschutzamt bekannt. Vor allem der niedrige Wasserstand und hohe Nährstoffkonzentrationen wirken sich negativ auf den See aus.

Der nächste Schritt ist die Vergabe von Planungsleistungen, die sich in der Vorbereitung befindet.

Es hat sich zudem ein potenzieller Käufer für das Grundstück mit dem darauf befindlichen Altlastenschaden gefunden, der durch die Untersuchungen am Wilhelmsruher See entdeckt wurde. Mit dem Kauf und der Bebauung des Grundstücks geht eine Verpflichtung zur Sanierung des Schadensherdes und des Grundwassers einher, um den weiteren Zustrom von belastetem Grundwasser zum See zu unterbinden. Mit der Sanierung des Grundstücks kann dann auch die Sanierung des Sees und der umgebenden Parkfläche umgesetzt werden.

Die Ursache für den niedrigen Wasserstand liegt in den klimatischen Verhältnissen, d.h. der starken Verdunstung bei einem gleichzeitig defizitären Niederschlagsdargebot. Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt am See vor der Grundstücksanierung werden als wenig nachhaltig und effizient betrachtet. So birgt beispielsweise ein Brunnenbau zur Speisung des Sees mit Grundwasser zur Anhebung des Wasserspiegels die Gefahr, Schadstoffe in den See einzuleiten und ihm damit noch weiter zu schaden. Das Auffüllen von energetisch aufwendig hergestelltem Trinkwasser ist auch keine ökologisch nachhaltige Lösung, zumal der See im Rahmen einer Entschlammung vielleicht wieder trockengelegt wird.

Weitere Maßnahmen wie Pflanzungen oder eine mögliche Behandlung des Wasserkörpers zum jetzigen Zeitpunkt könnten durch die eigentliche „große“ Restaurierung des Sees wieder zunichtegemacht werden.

Die letzte „Laubsammelaktion“ am See zum Austrag von Nährstoffen durch abgestorbenes Material hat gezeigt, dass die Unterstützung nur sehr spärlich ausfiel, zudem wird eine großflächige Räumung der Gewässersohle ebenfalls im Rahmen der Restaurierung angestrebt.

Es tut mir leid, Ihnen keine besseren Nachrichten überbringen zu können. Leider müssen Sie und der Arbeitskreis sich weiterhin gedulden, ehe Sie erlebbare Ergebnisse am See wahrnehmen können.

Die finanziellen Mittel für die Renaturierung bleiben weiterhin gesichert, sodass Sie sich keine Sorgen machen müssen, dass die Renaturierung an diesem Punkt scheitern wird.

Mit freundlichen Grüßen

i.A.

Anne Linkert

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Und still ruht der Wilhelmsruher See

Nun ist es bald ein Jahr her, dass der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses die Freigabe von 1,1 Millionen Euro  (aus sog. SIWANA- Mitteln) für unseren Wilhelmsruher See beschlossen hat. Seitdem wurden die Schilfinseln ausgesetzt und eine Bewässerungsaktion durchgeführt,

Am 11. Dezember gab es zwar einen mündlichen Austausch zwischen Anne Linkert (Bezirksamt Pankow) und einem Arbeitskreismitglied, aber handfestes Konzept bzw. eine verbindliche Terminplanung, haben uns bis heute nicht erreicht.

Das Gedächtnisprotokoll von diesem Gespräch ist wie folgt:

  • Die SiWANA -Mittel sind für die Sanierung des Wilhelmsruher See´s im Jahr 20/21 sicher gestellt.
  • Für ein handfestes Konzept fehlen noch einige, grundliegende Messergebnisse (was zB. das Abtragen der Mauer und die Uferabschrägung betrifft). Diese fehlenden Ergebnisse werden 2020 evaluiert
  • Eine Ausschreibung für eine neue externe Wasseringenieurs-Firma beginnt im kommenden Jahr
  • Das Ausschreibung-Prozedere wird das ganze Jahr 2020 andauern
  • In 2020 wird lediglich die bestehende Schilfinsel im Anwachsen (Verträglichkeit mit dem hohen PH- Wertes des Wassers) weiter beobachtet/ beforscht
  • Um dann 2021 einen Schilfgürtel von 800m2 am Rand und in der Mitte des Sees mit den Siegerpflanzen zu gestalten
  • Eine Entschlammung mit Bagger ist ab 2021 angedacht. Es wird eine Schlammschicht abgetragen und eine tiefere Mulde in der Mitte des Sees modelliert

Für den Wilhelmsruher See und seine Sanierung sind das Umwelt- und Naturschutzamt sowie das Straßen- und Grünflächenamt zuständig. Seit Anfang Mai 2019 haben wir beim Umweltamt eine neue Ansprechpartnerin. Wir haben sie im Juni persönlich kennengelernt und seitdem den E-Mailkontakt mit ihr geführt.

So baten wir also in der ersten Novemberhälfte bei ihr und dem Bezirksstadtrat um einen Termin im Dezember 2019. Unsere Bitte wurde jedoch mit der Begründung abgelehnt, dass es sinnvoller ist, sich erst nach einer Besprechung zwischen dem Umwelt- und dem Straßen- und Grünflächenamt (SGA) mit uns zusammenzusetzen. Da schon bei den letzten beiden vorangegangenen Terminen im Bezirk- samt kein Vertreter des SGA anwe- send war, schlugen wir vor, uns ein Zeitfenster bei diesem Treffen oder im Anschluss daran zur Verfügung zu stellen. Dieser Vorschlag blieb unbeantwortet.

Was tun die zuständigen Ämter?

Auch sie brauchen einen intakten See.

Wir brachten uns Anfang Januar erneut in Erinnerung und erfuhren am 29.01.2020, dass es im Dezem- ber doch noch ein Treffen zwischen den beiden Ämtern gegeben hatte. Wir sollen jetzt jedoch – meiner Meinung nach aus fadenscheinigen Gründen – noch bis März vertröstet werden. Was steckt also wirklich dahinter?

Außerdem fragen wir seit über einem Jahr nach den Ergebnissen der bereits in den letzten Jahren durchgeführten Untersuchungen. In den vergangenen sechs Monaten hat sich unser Arbeitskreismitglied Jens Nowak dazu zweimal telefonisch mit dem Umweltamt in Verbindung gesetzt und Ariane Nowak hatte sogar persönlichen Kontakt. Uns wurde nahegelegt einen Antrag auf Auskunft nach dem Umweltinformationsgesetz zu stellen.

Ralf-Peter Rose vom Arbeitskreis hat diesen Antrag auf der Basis der Ausarbeitungen von Jens Nowak noch in der Vorweihnachtszeit formuliert und am 18.12.2019 bei der zuständigen Stelle eingereicht. Dieser Antrag wurde bisher nicht innerhalb der vorgesehenen Frist von maximal zwei Monaten, also bis zum 18.02.2020, bearbeitet.

Wir haken wieder nach!

Um neben den beschriebenen Ärgernissen einen positiven Aus- blick zu geben, möchte ich unbedingt noch erwähnen, dass es uns sehr freut, seit dem Wilhelmsmarkt von „Wilhelm gibt keine Ruh“ am 30.11.2019 zwei neue Mitstreiter für unseren Arbeitskreis gewonnen zu haben. Vielleicht hätten auch Sie Interesse, uns in unserem Kampf um den See zu unterstützen. Sie können auch jederzeit Kontakt per Mail zum Arbeitskreis unter: WilhelmsruherSee@ Leben-in-Wilhelmsruh.de aufnehmen.

Peggy Badstübner für den Arbeitskreis Wilhelmsruher See

Quelle Der Wilhelmsruher

PH-Wert des Wassers soll sinken mit Bepflanzung durch Schilfinseln

Liebe Seeretter
Am Montag (2.9.19) wurden 7 Elemente der schwimmenden Röhrichtinseln in den Wilhelmsruher See eingebracht. Hierzu haben wir einige Informationen vom Bezirksamt erhalten können.
Die Gesamtfläche beläuft sich auf rund 20 m². Die Bepflanzung erfolgte mit unterschiedlichen Arten wie z.B. Sumpfsegge, Rohrkolben, Kalmus oder Teichbinse, die am ehesten geeignet sind für die sehr hohen pH-Werte des Seewassers. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, wie sich die Vegetation tatsächlich auf den Matten entwickelt. Eine Frist für die Aktion gibt es derzeit nicht. Es handelt sich dennoch hierbei um einen Test der Matten bzw. Vegetation.
Hinsichtlich des Schlittschuhlaufens im Winter auf dem See wird das Bezirksamt nicht die Eisflächen zum allgemeinen Betreten freigegeben. Zum Schutz der Röhrichtinseln wird es ein Warnschild geben.
Ihr Arbeitskreis Wilhelmsruher See

Neue Schilfinseln für den Wilhelmsruher See

Liebe Seeretter und Freunde des Wilhelmsruher Sees,

es geht weiter! Am 02.09.2019 wurde die erste Insel aus Schilf und Wasserpflanzen durch die Park- Ranger und das Umweltamt Pankow in unseren See eingebracht. Diese Aktion unterstützt die biologische Selbstreinigung des Wassers.

Jetzt wird die Insel in die Mitte des Sees gerudert und mit Steinen verankert. Im Gespräch mit den Park- Rangern und den Einwohnern wurden die Herausforderungen im Winter angedeutet, wenn auf dem See Schlittschuh gelaufen wird, und damit die Überlegung, ob und wie das Schilf dann zu sichern wäre. Zwischen Fr. Anne Linkert (Umweltamt Pankow) und dem Arbeitskreis wird es dazu, und zu anderen Fragen wie zum Beispiel, wie lange diese Aktion laufen wird, welche Sorten getestet werden und wann mit ersten Ergebnissen zu rechnen sein wird, einen Austausch in den kommenden Tagen geben.

Ihr Arbeitskreis Wilhelmsruher See

Wie geht es nach der Bewässerungsaktion nun weiter?

Der Arbeitskreis Wilhelmsruher See hat nochmals Kontakt zu Fr. Linkert (Bezirksamt Pankow von Berlin, Abt. Umwelt und öffentliche Ordnung Umwelt- und Naturschutzamt)  aufgenommen.

Die Fragen und Antworten haben wir hier nach der Bewässerungsaktion (s. vorheriger Artikel) im Juni 2019 zusammengefasst:

Um wie viel wurde des Wasserspiegel in diesem ersten Schritt angehoben? 

Am 27. und 28.6.2019 wurden insgesamt 800 m³ Wasser in den Wilhelmsruher See eingeleitet. Dadurch wurde der Wasserspiegel um ca. 7 cm angehoben wurde. 

Wie werden diese Kosten getragen? 

Die Kosten wurden über die SIWANA-Mittel getragen. 

Wann soll die 2. Bewässerungsaktion erfolgen? Wie häufig soll dies zukünftig geschehen? 

Wann die nächste Einleitung und wie oft diese stattfinden wird, ist abhängig vom Wetter, insbesondere von den Niederschlagsverhältnissen /-mengen. 

Mit welchen Maßnahmen können die Wilhelmsruher in diesem Jahr noch rechnen? Womit geht es weiter? 

Die nächste Maßnahme ist die Lieferung von schwimmenden Röhrichtinseln. Diese ist für September geplant. 

Es wird demnächst noch mal einen Termin zwischen dem Straßen- und Grünflächenamt und dem Umwelt- und Naturschutzamt geben, um weitere Maßnahmen zu besprechen 

Zusammenfassung aus Mailwechsel mit dem NGA, Frau Linkert, August 2019 

Update zur Seesanierung- Gedächtnisprotokoll vom Meeting Arbeitskreis See und Bezirksamt

Gedächtnisprotokoll vom 12.06.2019

Das Zusammentreffen Arbeitskreis Wilhelmsruher See und Bezirksamt Pankow zum Austausch der weiteren Schritte zur Seesanierung 

Es trafen sich im Bezirksamt in der Fröbelstraße: der Bezirksstadtrat Daniel Krüger, die Verantwortliche für die Standgewässer von Pankow Frau Anne Linkert, die Verantwortliche für Verwaltungsaufgaben im Umweltamt Frau Gaabs, und fünf Vertreter des Arbeitskreises Wilhelmsruher See.

Die Mitarbeiter des Straßen- und Grünflächenamtes hatten leider den jährlichen Wandertag und konnten daher nicht teilnehmen.

Frau Linkert übergab uns die „Zusammenfassung zum Abschlussbericht zu den Untersuchungen am Wilhemsruher See – Rahmenbedingungen der Sanierung des Gewässers“ und die „Restaurierungsideen für den Wilhlemsruher See“ und stellte diese vor:

Anfang 2018 wurde die Ultraschallsonde durch einen Blitz o.ä. zerstört und ist jetzt deinstalliert. Es ist kein positives Ergebnis durch die Ultraschallbehandlung erzielt worden, gleiches gilt übrigens auch für andere Seen.

Es wird kein dauerhaftes Monitoring mehr durchgeführt, das Bezirksamt besitzt jetzt eine eigene Sonde und kann daher kurzfristig selbst Leitwert-, Sauerstoff- und ph-Wert des Wassers prüfen.

Der erste Grundwasserleiter ist zur Befüllung des Sees nicht geeignet, da das Wasser zu viele Nähstoffe enthält. Der zweite Grundwasserleiter ist nicht abschließend untersucht worden, wird aber wahrscheinlich auch zu viele Nährstoffe enthalten, daher wird es keinen Brunnen geben.

Regenwasserkanaleinleitung und -ableitung durch die Wasserbetriebe ist noch nicht abschließend geklärt. Auch eine Ableitung bei Wasserhochtand in den Tempelgraben muss noch geprüft werden.

In dem See befindet sich unter der ca. 40 cm dicken Schlammschicht eine Tonschicht, die nicht zerstört werden darf, da sie verhindert, dass das Wasser aus dem See ausläuft. Es sollen daher ca. 10 cm Schlammschicht im See verbleiben. Daher müsste laut Abschlussbericht eine Nassstatt einer Trockenentschlammung durchführt werden.

Das Umwelt- und Naturschutzamt ist der Meinung, dass es nahezu undurchführbar ist beim Absaugen eine gleichbleibend dicke Schlammschicht zurückzulassen und hat sich aufgrund dessen und da es noch unklar ist wie bzw. mit welchen Kosten die ca. 2.300 cbm abgetragener Schlamm entsorgt werden können und da die Sedimentzunahme „nur“ ca. 0,5 bis 1 cm pro Jahr beträgt, gegen die Entschlammung entschieden.

Eine Maßnahme zur Verbesserung der Wasserqualität soll die Verdünnung des Seewassers durch das Auffüllen des Sees mit Wasser aus dem Hydranten sein.

Mitarbeiterin des Umwelt- und Naturschutzamtes beim Einlassen von Hydrantenwasser und bei der Untersuchung des Leitwert-, Sauerstoff-, und des ph-Wertes des Wassers.

Frau Linkert wird in der kommenden Woche die Absprachen mit der Feuerwehr für den ersten Testlauf treffen. Laut den Restaurierungsideen ist der Plan des Umwelt- und Naturschutzamtes: ca. 10-20 qm schwimmende Teichinseln mit typischen – mindestens einjährigen –Röhrichtarten auf dem See auszubringen.Dabei wird gleichzeitig getestet welche Pflanzenarten für zukünftigen Schilfgürtel am besten geeignet sind.

Das soll ebenfalls zur Verbesserung der Wasserqualität beitragen, da die Pflanzen über ihre Wurzeln das nährstoffreiche Wasser des Sees aufnehmen und sie anschließend oberirdisch abgeerntet und somit die Nährstoffe aus dem See befördert werden können.

Das Gutachten zur Betonmauer hat ergeben, dass diese 1 bis 1,5 m tief in den Boden geht und durchlässig ist, daher soll zwar überall der Kopf abgetragen, sie aber nicht komplett entfernt,sondern nur bis kurz unter Boden/Wasserhöhe abgetragen werden.

Laut Restaurierungsideen ist der Plan des Straßen- und Grünflächenamtes (SGA): am Nordufer den Rundweg zu verlegen (Seite 7), die Betonmauer am Eingang Tollerstraße zu belassen und Sitzstufen zu schaffen (Seite 8), eine Spielplatzsanierung durchzuführen (Seite 9), die südöstlich gelegene runde Sitzfläche zu reparieren (Seite 10) und das Geländer am Eingang Heegermühler Weg zu erneuern (Seite 11); an diesen drei Stellen bleibt die Betonmauer auch erhalten.

Die SIWANA-Mittel werden und müssen nicht in diesem Jahr ausgegeben werden.

Die Ausschreibungen – für die das SGA betreffenden Maßnahmen – werden erst in 2020 erfolgen. Außerdem erhofft sich das Umwelt- und Naturschutzamt, dass das Niederschlagskonzept vom Wilhelmsruher Tor vielleicht die Einleitung von Dachflächenwasser (sauberes Regenwasser) in den Wilhelmsruher See vorsehen wird. Das bleibt aber abhängig von der Klärung der Ableitung bei Wasserhochstand mit den Wasserbetrieben.

Wir fragten nach einer Grobreinigung und erfuhren, dass vor ein paar Wochen Unrat aus den ufernahen Bereichen entfernt worden war und dass eine generelle Grobreinigung nicht geplant ist.

Wir bemerkten, dass ein Ziel der Entschlammung war, mehr Wasservolumen zu erzielen, damit der Wilhelmsruher See überhaupt eine Chance hat zu „funktionieren“. Die Antwort darauf war, dass dafür der See mit Hydrantenwasser befüllt wird. Wir fragten nach der Nachhaltigkeit dieser Maßnahme, da die Verdunstung laut Abschlussbericht immer größer als der Regeneintrag ist. Könnte die dauerhafte Lösung eine Grundwassereinbringung über Schilf als Filter o.ä. sein?

Das Bezirksamt verneinte die. Die Kosten für einen Brunnenbau und/oder die Unterhaltung und Pflege einer Filteranlage entsprechen laut Frau Linkert und Frau Gaabs den Kosten das Wasser vom Hydranten und Regenwasser vom Wilhelmsruhr Tor einzubringen und den See damit auf vollem Niveau zu halten. Für diese Hydrantenwasserkosten soll ein Konto eingerichtet bzw. ein Kontingent bereit gestellt werden.

Und die Zukunft? Könnten für das frische Seewasser Gelder eingeworben werden?

Könnte die Beobachtung der Teichinseln die Weiterführung des Projekts der Schule Eins werden?

Könnte die zweite Befüllung des Sees (Mitte August?) durch die Feuerwehr bei einem „Wasserfest“ am See stattfinden?

Ihr Arbeitskreis Wilhelmsruher See Leben in Wilhelmsruh e.V.

Endlich fiel die Entscheidung: Der Wilhelmsruher See wird saniert!

Liebe Bürger*innen

Durchhaltevermögen und Engagement tragen jetzt Früchte. Die Sanierung des Wilhelmsruher Sees ist offiziell entschieden.

Dazu erklärt der Pankower Abgeordnete Torsten Hofer (SPD) in der vergangenen Woche, am 28.03.2019:

„Es gibt seit Kurzem ein überzeugendes Konzept des Bezirks, wie der See komplett wiederhergestellt werden kann. Das benötigte Geld haben wir im Rahmen des Infrastruktur- und Wachstumsfonds „SIWANA“ (5. Tranche) bereitgestellt und beschlossen. Damit können wir das Konzept jetzt endlich umsetzen.“

Weitere Informationen über diese freudige Nachricht können Sie hier nachlesen:

https://www.torsten-hofer.de/meldungen/der-wilhelmsruher-see-wird-saniert/

Wir erwarten weitere Einzelheiten zum Sanierungskonzept in den kommenden Tagen.

Ihr Arbeitskreis

Einweihung eines farbenfrohen Info-Schildes am Wilhelmsruher See

Schüler entwickelten Hinweistafeln für alle, die immer noch denken, Weißbrot sei gut für Enten

Originell gestaltete Schilder gegen das Füttern von Enten wurden jetzt am Wilhelmsruher See präsentiert. Die Einweihung fand mit Daniel Krüger (für AfD), Bezirksstadtrat für Umwelt und öffentliche Ordnung, Dr. Maria Moorfeld, Leiterin des Umwelt- und Naturschutzamtes, Carmen Urrutia, Geschäftsführerin Pankower Früchtchen, Heike El Sayed (HortEins Wilhelmsruh/SchuleEins), Vertretern des Arbeitskreises Wilhelmsruher See und beteiligten Schülern des Projektes „Lupenrein & Wasserfest“ statt.

In Kooperation mit dem HortEins Wilhelmsruh und SchuleEins der Pankower Früchtchen wurde ein Schild entwickelt, das über die negativen Folgen des Fütterns von Wasservögeln aufklärt. Diese Schilder werden nun an sieben verschiedenen Standgewässern des Bezirkes aufgestellt, unter anderem drei Stück jetzt am Wilhelmsruher See.

Viele Gewässer leiden unter dem Problem hoher Nährstoffgehalte, welches durch das Füttern von Wasservögeln verstärkt wird. Futterreste und Entenkot reichern das Wasser mit zusätzlichen Nährstoffen an. Durch deren Abbau kann es folglich zu Sauerstoffmangel im Gewässer kommen. Eine weitere Folge von zu vielen Nährstoffen kann auch die sogenannte „Algenblüte“ sein, eine Massenvermehrung von Algen und zum Teil giftigen (Cyano-)Bakterien, die aufgrund von Optik und Geruch immer wieder zu Beschwerden führen.

„Brot ist kein geeignetes Futter, weil es zu viel Salz enthält und im Magen der Vögel aufquillt. Da die Tiere genügend natürliche Nahrung im See finden, tun Kinder und Erwachsene weder den Tieren noch dem Gewässer etwas Gutes“, erklärt Daniel Krüger. Darauf sollen die neuen, bunten Schilder am See nun aufmerksam machen, um die Besucher für den Tier- und Gewässerschutz zu sensibilisieren.

Im Herbst 2014 hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) einen Beschluss zur Rettung des Wilhelmsruher Sees gefasst, in dem auch die Bürgerbeteiligung eine entscheidende Rolle spielen soll. Eine Steilvorlage für den Verein „Leben in Wilhelmsruh“: Er rief im November 2014 den Arbeitskreis ins Leben, um die verschiedenen Interessen der Bürger zu bündeln und an BVV und Bezirksamt heranzutragen.

Quelle: Berliner Abendblatt Datum 28. Februar 2019 Text: Manfred Wolf Bilder: Thomas Schitzelt/Bezirksamt 

Was ist eigentlich aus den angedachten SIWA-Mitteln zum Einsatz der Seesanierung geworden? Wir haben nachgefragt.

Frau Dr. Moorfeld (Leiterin Umwelt- und Naturschutzamt) hat auf einer neuen Berechnungsbasis zur Sanierung des Wilhelmsruher Sees im Sommer 2018 einen Antrag auf Erweiterung der SIWA-Mittel (Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt) um 1,14 Mio € gestellt.Wir haben jetzt nachgehakt, denn seither war es sehr still geworden.

Diese Antwort vom Beszirkstadtrat Hr. Daniel Krüger erreichte den Arbeitskreis via Mail am 14. November.

„Wir haben Sie selbstverständlich nicht vergessen. Leider wurde uns vom Lenkungsgremium in der letzten Woche mitgeteilt, dass eine Entscheidung hinsichtlich der weiteren Finanzierung des Gesamtprojektes auf das Frühjahr 2019 verschoben worden ist. Wir werden dann auch in dieser Angelegenheit dort vorstellig. Wie Sie sich vorstellen können, hat uns diese Mitteilung nicht erfreut. Diese Entscheidungsverschiebung muss nicht unbedingt eine Verzögerung des Projektes bedeuten, da wir ja auch von den Arbeitskapazitäten des Straßen- und Grünflächenamtes abhängig sind, eine Beschleunigung bedeutet es definitiv nicht. Weiterhin erhoffe ich mir den Sieg der Vernunft, denn es würde keinen Sinn ergeben,das Projekt jetzt abzubrechen, aber vor Freigabe der finanziellen Mittel sind wir nicht in der Lage, weitere Maßnahmen in Angriff zu nehmen. Sollte sich in dieser Angelegenheit eine neue Sachlage ergeben, werden wir Sie selbstverständlich unterrichten. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.“

Freundliche Grüße Dipl.-Ing. Daniel Krüger Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Umwelt und öffentliche Ordnung

Sehr enttäuschend. Wieder müssen sich die Wilhelmsruher Bürger geduldig zeigen.

Oder müssen wir das eigentlich wirklich? Welche Ideen und Gedanken kommen Ihnen?

Melden sich gerne beim Arbeitskreis Wilhelmsruher See. Wir treffen uns regelmäßig, um dieses wichtige Ökosystem zu retten!

Der Wilhelmsruher See in der Presse

Im Rahmen des Schülerprojektes „lupenrein&wasserfest“ der Pankower Früchtchen gGmbH trafen sich anlässlich des Besuches einer chinesischen Delegation, einVertreter des Arbeitskreises sowie Bezirksstadtrat Daniel Krüger am Ufer des See. Dieser Artikel ist in der Berliner Woche am 12.09. daraufhin erschienen. Darin erfahren Sie zusammengefasst den Stand der Dinge zur Seesanierung und was an diesem Tag am See geschehen ist.

Wir gehen in die Öffentlichkeit, damit unser Anliegen als dringlich empfunden wird!